Die Humangenetikerin und ehemalige Direktorin des Instituts für Humangenetik der MedUni Wien, Christa Fonatsch, gilt als Vorreiterin der Präzisionsmedizin. Als ordentliche Professorin für Medizinische Biologie etablierte sie in Wien ein humangenetisches Institut mit zytogenetischer, molekulargenetischer und tumorzytogenetischer Diagnostik sowie genetischer Beratung. Während dieser Zeit gelang es ihr, spezifische Anomalien an Chromosomen zu entdecken, die mit bestimmten Prognosen bei Leukämieerkrankungen einhergehen. Das ermöglichte die Entwicklung von gezielten Therapien – und markierte den Anfang dessen, was heute als Präzisionsmedizin in aller Munde ist.

Die 1943 in Graz geborene Christa Fonatsch habilitierte sich 1979 an der Medizinischen Hochschule in Hannover im Fach Humangenetik. 1983 folgte der Ruf auf eine C3-Professur am Institut für Humangenetik der Medizinischen Hochschule Lübeck, wo sie in den folgenden 13 Jahren ihre national und international renommierte „Arbeitsgruppe Tumorzytogenetik“ leitete. Im Jahr 1995 zog es Christa Fonatsch wieder zurück nach Österreich, wo sie das Instituts für medizinische Biologie an der Universität Wien übernahm und das Institut für Humangenetik aufbaute. Seit ihrer Emeritierung 2010 konnte sie zahlreiche Ehrungen in Empfang nehmen und war u.a. auch Universitätsrätin der MedUni Innsbruck.


Sylvia Knapp, Professorin für Infektionsbiologie an der Universitätsklinik für Innere Medizin I an der MedUni Wien leitet seit 2006 ihr eigenes Forschungslabor für Infektionsbiologie in Kooperation mit CeMM (Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences). Nach ihrem Medizinstudium in Wien und Berlin spezialisierte sich Sylvia Knapp auf Innere Medizin und absolvierte ihr PhD-Studium an der Universität Amsterdam.


Nach dem Gespräch: Networking mit kleinem Imbiss

Anmeldung unter anmeldung-alumni-club@meduniwien.ac.at