Der Alumni Club der MedUni Wien lädt zur Exklusivführung durch die Sonderausstellung "Medizin im Ersten Weltkrieg", die als Teil der NHM Wien-Sonderausstellung "Krieg - auf den Spuren einer Evolution", im Narrenturm gezeigt wird.

In drei neu renovierten Räumen dokumentieren Objekte der Pathologisch-anatomischen Sammlung die typischen Verletzungen des ersten Weltkrieges, das Können Lorenz Böhlers mit dem Beginn der Unfallchirurgie und die rekonstruierenden Maßnahmen dieser Zeit.

Der Erste Weltkrieg war eine kriegerische Auseinandersetzung von bis dahin unbekanntem Ausmaß. Dies stellte SanitäterInnen und ÄrztInnen vor neue Herausforderungen. Zur Ausbildung von künftigen MedizinerInnen wurden verschiedene Verletzungen präpariert und in pathologisch-anatomischen Sammlungen aufbewahrt. Diese Präparate geben einen Einblick in die unterschiedlichsten Verwundungen, mit denen ÄrztInnen im Ersten Weltkrieg konfrontiert waren.

Wie nachhaltig und zerstörerisch sich Krieg auch auf viele Überlebende auswirkt, lässt sich unter anderem an "zivilen" Objekten aus der Nachkriegszeit dokumentieren. Am Ende der Ausstellung erinnern Prothesen, die den verwundeten Soldaten das Leben erleichtern sollten und heute Bestandteil der Pathologisch-anatomischen Sammlung des NHM Wien sind, an das Ende des Ersten Weltkriegs 1918.

Die pathologisch-anatomische Sammlung wurde im Jahre 1796 gegründet und gilt heute mit etwa 50.000 Objekten als weltweit größte Sammlung pathologischer Präparate.

Anmeldungen zur Führung sind ab sofort möglich unter anmeldung-alumni-club@meduniwien.ac.at