Wir laden zur Exklusivführung durch die Ausstellung "Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945" mit dem Zeithistoriker und Kurator der Ausstellung Herwig Czech.

Die Zeit des Nationalsozialismus markiert den historischen Tiefpunkt in der Entwicklung der österreichischen Medizin. Aus Anlass des 80. Jahrestages des Endes der Eigenstaatlischkeit Österreichs und der nationalsozialistischen Machtübernahme mit ihren Folgen zeigt das Josephinum die Auswirkungen auf die Wiener Medizinische Fakultät.

Die Ausstellung behandelt die Vorgeschichte von Antisemitismus und Rassismus bereits vor der NS-Zeit, die direkten Auswirkungen des März 1938, die Vertreibung eines großen Teils der Faukltätsangehörigen und die dadurch ermöglichten Karrieren von NS-Parteigängern. Die ideologische Durchdringung der Fakultät mit dem Gedankengut der NS-"Rassenhygiene", die Forschungspraktiken bis hin zu verbrecherischen Menschenversuchen, Zwangssterilisationen und die Beteiligung an den "Euthanasie"-Aktionen gegen Patienten und Patientinnen der Psychiatrie werden ebenso behandelt, wie die zunehmende Militarisierung von Studium und Forschung im Zuge des Krieges.

Das Jahr 1945 als ambivalente Zäsur, die bisherigen Auseinandersetzungen mit der NS-Vergangenheit und nicht zuletzt die Position des Josephinums als Zentrum der Medizingeschichte in Österreich bilden weitere Schwerpunkte.

Nach der Führung laden wir zu einem Glas Wein in den Lesesaal.

Anmeldung unter: anmeldung-alumni-club@meduniwien.ac.at